Online Casino Lizenzen

Ein gutes Online Casino zeichnet sich insbesondere durch Fairness, Sicherheit und Seriosität aus. Bei der Suche nach dem richtigen Anbieter ist eine gültige Glücksspiellizenz deshalb von besonderer Bedeutung. Durch eine solche Lizenz kannst Du seriöse Spielbanken von den schwarzen Schafen der Branche unterscheiden.

Um eine Lizenz zu erhalten, müssen die Anbieter strenge Auflagen erfüllen. Wie diese genau ausfallen, hängt dabei immer von der ausstellenden Behörde ab. Insofern hängt die Qualität maßgeblich davon ab, in welchem Land die Lizenz ausgestellt wurde.

Was ist eine Glücksspiellizenz und was macht sie genau?

Bei einer Glücksspiellizenz handelt es sich, um die offizielle Erlaubnis für Glücksspielunternehmen ihre Leistungen anzubieten. Hierzu gehören neben Online Casinos auch Buchmacher oder Lottoanbieter. Sie wird von der Lizenzvergabestelle eines Landes ausgestellt. Für die Vergabe der bekannten maltesischen Glücksspiellizenz ist beispielsweise die Malta Gaming Authority (MGA) zuständig.

Diese hat neben der reinen Erteilung einer Lizenz noch weitere Aufgaben. So kontrolliert und reguliert sie die Anbieter, solange die Glücksspiellizenz gültig ist. Zudem kümmert sich die Vergabestelle, falls Du Probleme mit einem Online Casino hast.

Wird etwa die Auszahlung eines Gewinns verweigert, tritt sie als Vermittler auf und versucht die Streitigkeit zu klären. Verstößt ein Casino mehrfach gegen die Auflagen, kann die Lizenz entzogen werden. Insofern hast Du nur bei Online Casinos mit einer gültigen Glücksspiellizenz eine ausreichende Sicherheit, um dort zu spielen.

Ein Überblick über alle wichtigen Glücksspiellizenzen

Wurden Glücksspiellizenzen zu Beginn nur von einigen exotischen Ländern ausgegeben, hat sich dies mittlerweile geändert. Mit der wachsenden Popularität von Online Casinos versuchen immer mehr Staaten den wachsenden Wettbewerb zu regulieren. Nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Lizenzen:

  • Åland: Penningautomatförening (PAF)
  • Antigua und Barbuda: Director of Offshore Gaming
  • Belgien: Commission des jeux de hasard
  • Curacao: Curacao eGaming
  • Deutschland: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder
  • Estland: Estnisches Steuer- und Zollamt
  • Gibraltar: Gibraltar Gambling Commissioners (GGC)
  • Großbritannien: UK Gambling Commission (UKGC)
  • Italien: AAMS Italien
  • Isle of Man: Gambling Supervision Commission (GSC)
  • Malta: Malta Gaming Authority (MGA)
  • Niederlande: De Nederlandse Kansspelautoritoriteit
  • Panama: Panama Gaming Control Boards
  • Schweden: Spelinspektionen
  • Zypern: National Betting Authority

Das war die rechtliche Lage in Deutschland bis 2020 respektive 2021

Über viele Jahre bewege sich das Glücksspiel in Deutschland in einem rechtlichen Graubereich. Mit dem ersten Glücksspielstaatsvertrag von 2008 wurde das Online Glücksspiel de facto verboten. Zwar hatte der Vertrag zwischen den 16 Bundesländern nur eine Laufzeit von zwei Jahren, bis zur Einführung eines neuen Gesetzes sollte das Verbot jedoch bestehen bleiben.

Als einziges Bundesland verabschiedete Schleswig-Holstein 2011 ein Gesetz, welches das Glücksspiel im Internet erlaubte. Dieses war jedoch nur innerhalb von Schleswig-Holstein gültig. Die restlichen Bundesländer hielten am ursprünglichen Vertrag fest.

Trotz des Verbotes konnten deutsche Spieler Online Casinos nutzen. Grund hierfür war die Rechtsprechung innerhalb der Europäischen Union. Diese erlaubt das Glücksspiel, wenn der Anbieter über eine gültige EU-Lizenz verfügt.

Nach der gängigen Meinung verstoße das deutsche Glücksspielgesetz gegen die innerhalb der EU geltende Dienstleistungsfreiheit. Dies führte dazu, dass immer mehr Online Casinos mit einer Lizenz aus Malta oder Gibraltar in Deutschland ihre Dienste anboten.

Obwohl einige Urteile das deutsche Glücksspielverbot bestätigten, wurden die Online Casinos von der deutschen Regierung stillschweigend geduldet.

Im Laufe der Jahre entstand somit ein Schwarzmarkt, der hierzulande nicht reguliert war. Da die meisten Anbieter ihren Sitz im Ausland hatten, entgingen dem deutschen Fiskus zudem Steuereinnahmen. Um dies zu vermeiden, versuchten die Bundesländer in den letzten Jahren, eine Regelung zur Legalisierung des Glücksspiels zu finden.

Das Ergebnis ist der am 01.07.2021 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag. Um den Anbieter ausreichend Zeit zu geben sich auf die neuen Regelungen vorzubereiten und diese umzusetzen, galt seit dem 15.10.2020 eine Übergangsphase. Glücksspielangebote für Online-Poker und virtuelle Automatenspiele waren ab diesem Zeitpunkt offiziell geduldet.

Der Sonderstatus von Schleswig-Holstein

Die Sonderstellung von Schleswig-Holstein bleibt auch nach dem 01.07.2021 teilweise noch bestehen. Die letzten ausgestellten Lizenzen liefen Ende 2018 bzw. Anfang 2019 aus.

Um den Verlust des Sonderstatus zu vermeiden, übte die Landesregierung Druck auf die anderen Bundesländer aus und erreicht so eine Verlängerung, ohne dass eine neue Lizenz ausgestellt werden muss.

Dies führt dazu, dass einige in Schleswig-Holstein ausgestellte Lizenzen noch bis zum 31.12.2024 gültig sind. Voraussetzung hierfür ist, dass der Anbieter bis zum 01.07.2022 einen Antrag auf eine bundesweite Lizenz stellt.

Für in Schleswig-Holstein lizenzierte Online Casinos gelten somit weiterhin einige Sonderregeln, die etwa Einsatzlimits oder das Anbieten eines Live Casinos betreffen. Zudem dürfen die Unternehmen weiterhin mit der Bezeichnung Online Casino werben, solange der Vermerk „dieses Angebot richtet sich nur an Spieler aus Schleswig-Holstein“ hinzugefügt wird.

Die aktuelle Situation in Deutschland. Was hat sich 2021 geändert?

Der neue Glücksspielstaatsvertrag brachte zahlreiche Änderungen für Spieler und Online Casinos mit sich. Schwerpunkt des Gesetzes ist der Spielerschutz. Dies hat zur Folge, dass Du bei Casinos mit einer deutschen Lizenz auf einige Dinge verzichten musst.

Hierzu gehört das Spielen in einem Live Casino. Klassische Tischspiele wie Roulette, Blackjack oder Baccarat mit einem echten Live Dealer sind generell verboten. Nicht mehr erlaubt ist zudem die automatische Spielfortsetzung bei Slots mit der Autoplay Funktion.

Weitere Beschränkungen gibt es, was die Einzahlungen und Einsätze betrifft. An Spielautomaten ist der Einsatz nun auf 1 Euro pro Runde begrenzt. Des Weiteren muss ein Spin mindestens 5 Sekunden dauern. Als Spieler kannst Du maximal 1.000 Euro pro Monat einzahlen. Diese Regelung gilt übergreifend für alle deutschen Online Casinos. Zur Überwachung wird eine Sperrdatei geführt, auf die alle Anbieter zugreifen können.

Zur Prävention einer Spielsucht müssen die Anbieter einen sogenannten Panikknopf anbieten, mit dem Spieler sich für 24 Stunden selbst sperren können. Nach einer Spielzeit von 30 Minuten muss eine fünfminütige Pause erfolgen. Glücksspielanbieter dürfen sich nicht mehr als Online Casino bezeichnen.

Stattdessen werden Bezeichnungen wie Online Spielhalle oder virtuelle Spielothek verwendet. Außerdem wird TV-Werbung auf die Zeit von 21:00 bis 06:00 Uhr begrenzt.

Weitere bekannte Lizenzen: Diese kommen in europäischen Casinos besonders oft zum Einsatz

Malta Gaming Authority (MGA)

Die MGA vergibt bereits seit 2001 Glücksspiellizenzen und genießt einen hervorragenden Ruf. Die von der MGA ausgestellten Lizenzen gelten als eine der sichersten der Branche. Dies liegt zum einen an den strengen Auflagen, die mit einer MGA-Lizenz verbunden sind. Im Zentrum steht dabei der Spielerschutz.

Online Casinos müssen ihren Kunden ermöglichen, Einsätze und Einzahlungen zu limitieren. Zudem muss sichergestellt sein, dass Kundengelder getrennt vom restlichen Vermögen aufbewahrt werden und der Spieler jederzeit Zugriff darauf hat. Die MGA betreibt eine eigene Schlichtungsstelle, an welche Du Dich bei Streitigkeiten mit Casino wenden kannst.

UK Gambling Commission (UKGC)

Die UKGC ist die Glücksspielbehörde von Großbritannien. Die Behörde reguliert seit 2007 alle Online Casinos und Buchmacher mit Sitz in Großbritannien. Für die Vergabe gelten strenge Regeln, was die technischen Bedingungen betrifft. Es wird unter anderem überwacht, ob die Zufallsgeneratoren der Casinos fair arbeiten.

Bezüglich des Spielerschutzes gilt die Regel, dass Kunden sich mit nur einem Schritt für mindestens sechs Monate selbst ausschließen können. Dies gilt dann automatisch für alle Casinos mit Sitz in Großbritannien. Im Unterschied zu den meisten anderen Lizenzen werden Beschwerden nicht von der UKGC selbst, sondern vom britischen Ombudsmann bearbeitet.

Gibraltar Gambling Commissioners (GGC)

Eine Lizenz aus Gibraltar gilt aufgrund eines umfangreichen Regelwerks ebenfalls als sehr vertrauenswürdig. Die Online Casinos müssen sicherstellen, dass alle technischen Systeme zum Spielen, Einzahlen und Auszahlen regelmäßig von einem unabhängigen Drittanbieter überprüft werden. Die GGC legt die hierfür akzeptierten Unternehmen fest.

Online Casinos müssen auf ihrer Webseite einen direkten Link zu einer Hilfsorganisation für Spielsucht bereitstellen. Eine weitere Auflage ist, dass die Mitarbeiter regelmäßig auf das Erkennen einer Spielsucht geschult werden. Es gibt bei der GGC eine eigene Beschwerdestelle, die bei Streitigkeiten zwischen Casino und Spieler vermittelt.

Curacao

Eine Lizenz aus Curacao erfreut sich bei Online Casinos besonderer Beliebtheit. Zum einen ist sie relativ günstig und zum anderen sind die Auflagen im Vergleich zu anderen Ländern relativ gering. So gibt es kaum Regelungen zum Spielerschutz. Die Möglichkeit eigene Limits einzustellen, wird nicht vorgeschrieben.

Zudem finden sich in den Regularien keine Hinweise, wie die technischen Systeme der Casinos überwacht werden sollen. Ein weiteres Problem ist, dass Du im Falle von Streitigkeiten keine große Hilfe erwarten kannst. Es gibt zwar die Möglichkeit Beschwerden per E-Mail einzureichen, oftmals bleiben diese jedoch unbeantwortet.

Isle of Man

Die Isle of Man ist eine Insel zwischen Großbritannien und Irland. Glücksspiellizenzen werden durch die Gambling Supervision Commission (GSC) vergeben. Ähnlich wie in Gibraltar gibt es auch hier die Vorschrift, dass technische Systeme von einem Drittanbieter überprüft werden müssen.

Spieler müssen zumindest eine Möglichkeit zum Setzen eines Limits haben. Das Online Casino kann dabei eigenständig festlegen, ob es sich um ein Einzahlungs-, Einsatz- oder Verlustlimit handelt. Erfahrungen zeigen, dass die GSC sich in Streitfällen sehr bemüht und dabei häufig auf der Seite des Spielers steht.

Alderney

Die Insel Alderney liegt zwischen England und Frankreich und besitzt einen autonomen Sonderstatus. Glücksspiellizenzen werden seit 2000 durch eine Kommission an auf der Insel ansässige Unternehmen vergeben. Ein wichtiger Faktor für die Vergabe ist der finanzielle Hintergrund des Online Casinos.

Die Anbieter müssen nachweisen, dass ausreichend Vermögen vorhanden ist. Vorgeschrieben ist zudem ein unabhängiger Test aller angebotenen Spiele. Die Glücksspielkommission von Alderney ist für alle Streitigkeiten zwischen Spielern und Casino zuständig. Es kam in der Vergangenheit häufiger vor, dass Anbietern aufgrund von Verfehlungen die Lizenz entzogen wurde.

Italien

Ähnlich wie in Deutschland wurde die italienische Gesetzgebung zu Glücksspielen lange Zeit von der EU kritisiert. Dies lag daran, dass ausländische Wettbewerber zugunsten der staatlichen Anbieter ausgeschlossen wurden.

Seit 2018 werden jedoch vermehrt Lizenzen an Online Casinos ausgestellt. Vergeben werden diese von der Agenzia Dogane Monopoli (ADM), die auch für Steuern und Tabakwaren zuständig ist.

Über die genauen Regelungen besteht aktuell noch keine Klarheit. Vorgeschrieben ist die Möglichkeit eines Selbstausschlusses sowie das Setzen von Limits. Anbieter, die keine andere EU-Lizenz besitzen, müssen hohe Banksicherheiten nachweisen.

Schwedische Spelingspektionen

In Schweden wurde 2018 ein Gesetz erlassen, das erstmalig ausländischen Anbietern erlaubt eine Lizenz zu erhalten. Dabei wurden auch zahlreiche Maßnahmen zum Spielerschutz beschlossen. So dürfen die Casinos lediglich einmal bei der Anmeldung einen Bonus vergeben. Zudem können Spieler einzelne Inhalte des Angebots ausblenden.

Die Behörden haben die Möglichkeit illegale Casinos zu sperren und den Zahlungsverkehr mit dem Spieler zu stoppen. Dies betrifft beispielsweise Urlauber, die in einem Casino ohne schwedische Lizenz spielen.

Staatliche Konzessionen von Costa Rica

Die Anforderungen an eine Lizenz aus Costa Rica sind sehr gering. Anbieter müssen lediglich nachweisen, dass sie bei den dortigen Steuerbehörden registriert und einen Sitz auf Costa Rica haben. Zudem gilt die Vorschrift, dass keine costa-ricanischen Spieler akzeptiert werden.

Was die eingesetzte Software betrifft, gibt es keinerlei Regelungen und Kontrollen. Eine hierfür zuständige Behörde ist nicht vorhanden. Besondere Maßnahmen zum Spielerschutz sind ebenfalls nicht vorgesehen.

Bei Problemen bist Du auf das Entgegenkommen des Casinos angewiesen. Es gibt keine offizielle Stelle, an welche Du Dich im Streitfall wenden kannst.

Wie läuft die Beantragung einer Glücksspiellizenz für Online Casinos ab? Welche Anforderungen muss ein Casino erfüllen?

Eine einheitliche Regelung für die Beantragung einer Glücksspiellizenz gibt es nicht. Ablauf der Antragstellung sowie die zu erfüllenden Anforderungen werden von der jeweiligen Behörde festgelegt. Bei einem Blick auf die bekannten europäischen Glücksspielkommissionen zeigen sich jedoch einige Gemeinsamkeiten.

Das Antragsverfahren läuft in der Regel in mehreren Schritten ab. Zu den wichtigsten Voraussetzungen gehört ein ausgereifter Businessplan. Dieser beinhaltet unter anderem, welche Spielvarianten angeboten werden, mit welchen Software-Entwicklern kooperiert wird und wie die Finanzierung erfolgen soll.

Im ersten Schritt kontrolliert die Behörde jedoch den Hintergrund des Antragstellers. War dieser in der Vergangenheit in kriminelle Machenschaften verwickelt, erfolgt eine sofortige Ablehnung. Sofern alles in Ordnung ist, wird im zweiten Schritt der Businessplan genau unter die Lupe genommen.

Ein entscheidendes Kriterium sind dabei die finanziellen Mittel. Der Betreiber muss jederzeit in der Lage sein, das Geschäft aufrechtzuerhalten und die Gewinne an seine Kunden auszahlen können.

Verläuft die Antragstellung erfolgreich, hat der Anbieter eine gewisse Frist, um die Live-Umgebung des Casinos einzurichten. Diese wird vor der Eröffnung nochmals eingehend geprüft. Nachdem die Lizenz erteilt wurde, erfolgt die Beauftragung eines unabhängigen Dritten regelmäßige Überprüfungen der technischen Systeme vorzunehmen.

Überblick zu den Anforderungen an ein lizenziertes Online Casino:

  • Der Bewerber muss einen seriösen Hintergrund haben
  • Es muss ein ausreichendes Stammkapital vorhanden sein
  • Alle Software-Entwickler müssen über eine gültige Lizenz verfügen
  • Der Spielerschutz muss jederzeit gewährleistet sein
  • Die Datenübermittlung erfolgt ausschließlich über eine SSL-Verschlüsselung
  • Es werden sichere und seriöse Zahlungsmethoden angeboten
  • Auszahlungsraten und Gewinnquoten sind fair

Bei einem Online Casino, dass die genannten Anforderungen erfüllt kannst Du sicher sein, dass alles fair und seriös abläuft.

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